Quelle: Thomas Ernsting/LAIF

Leiter des Arbeitskreises

Dipl.-Ing. Johannes Glasschröder
Telefon: +49 (0821) 56883-53
Telefax: +49 (0821) 56883-50
E-Mail: 
johannes.glasschroeder@iwb.tum.de

WIR ÜBER UNS

Die Märkte verlangen nach ständig neuen Produkten und mehr Produktvarianten. Auf diese Anforderungen muss die Produktionstechnik flexibel reagieren. Fertigungs- und Montageverfahren müssen kontinuierlich weiterentwickelt und intelligent kombiniert werden.
Zudem stellen Wettbewerb und Umweltschutz Anforderungen: Der Produktionsprozess muss unter den Aspekten Qualität, Kosten und Ressourcenschonung optimiert werden. Innovative Fertigungsverfahren sind ein Baustein für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.
In VDI- Fachausschüssen beschäftigen sich hochqualifizierte Fachleute und Spezialisten damit, neue Trends in Technik und Organisation kritisch zu bewerten, neue Ideen zu entwickeln und - wo es sinnvoll ist - die Umsetzung von Innovationen in die industrielle Praxis zu fördern.

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VDI-Handlungsfelder zu additiven Fertigungsverfahren geben Tipps zur
Einführung und Umsetzung speziell in der mittelständischen Industrie

Additive Fertigungsverfahren kommen bereits in einigen deutschen
Unternehmen zum Einsatz. Bei der Herstellung von qualitativ hochwertigen
Produkten in kleinen Stückzahlen helfen die additiven Fertigungsverfahren,
die Produktentwicklungszeiten drastisch zu verkürzen und schneller am
Markt zu sein. Eine neue Publikation der VDI-Gesellschaft Produktion und
Logistik (VDI-GPL) zeigt das Potenzial der additiven Fertigungsverfahren
insbesondere für die mittelständische Industrie in Deutschland auf. Der
Bericht geht nicht nur auf technische Aspekte zur Steigerung der
Wirtschaftlichkeit ein, sondern auch auf rechtliche. Tipps zur Einführung
und Umsetzung sollen Unternehmen eine erste Orientierung geben.

Wofür kann ich die additiven Fertigungsverfahren in meinem Betrieb nutzen?
Die VDI-Handlungsfelder zeigen zahlreiche Anwendungsbeispiele aus den
unterschiedlichsten Branchen – vom Werkzeugbau über die
Spielwarenindustrie bis zur Medizintechnik. Die herausragenden Merkmale
der additiven Fertigungsverfahren sind, dass zur Herstellung von
individuellen Produkten keine speziellen Werkzeuge benötigt werden,
geometrische Restriktionen konventioneller Fertigungsverfahren entfallen,
durch Teilezusammenfassung eine Montagekomplexität reduziert und
Funktionen wie Leichtbaustrukturen bereits im additiven Fertigungsprozess
in die Produkte integriert werden können.

Doch warum stoßen wir im Alltag auf wenig additiv gefertigte Teile? Die
„Handlungsfelder Additive Fertigungsverfahren“ werden ihrem Titel gerecht
und zeigen nicht nur die Potenziale, sondern auch die Grenzen und die sich
daraus ergebenden Herausforderungen für die additiven Fertigungsverfahren.
Diese sind vielschichtig und werden detailliert, insbesondere hinsichtlich
technologischer Gesichtspunkte und Fragen zur Wirtschaftlichkeit
analysiert. Doch es gibt auch rechtliche Aspekte: Durch die additiven
Fertigungsverfahren können sich auch neue Kunden-Lieferantenbeziehungen
ergeben. Denn durch individualisierte Produkte wird der Kontakt zum
Endkunden zunehmen, auch in Unternehmen, die bisher nur im B2B-Geschäft
aktiv waren. Mit neuen Geschäftsmodellen ergeben sich neue rechtliche
Fragen, insbesondere hinsichtlich des Haftungs- und Urheberrechts.

Wem gehören die Daten? Wer übernimmt Produktverantwortung? Die
Handlungsfelder beschreiben, welche bestehenden rechtlichen Regelungen auf
die additiven Fertigungsverfahren übertragbar sind und wo aufgrund der
höchst arbeitsteiligen Produktion, an der auch der Endverbraucher
beteiligt sein kann, noch juristischer Klärungsbedarf besteht. Unter
Berücksichtigung bestehender Gesetze empfiehlt der Bericht, welche
technischen, organisatorischen und rechtlichen Fragen in Lasten- und
Pflichtenheften für die unterschiedlichen Prozessschritte geklärt werden
sollten, um Geschäfte praktikabel und rechtssicher durchzuführen.

Weitere Informationen und die VDI-Handlungsfelder „Additive
Fertigungsverfahren“ stehen unter http://www.vdi.de/HandlungsfelderAM zur
Verfügung.

Fachlicher Ansprechpartner im VDI:

Dr.-Ing. Erik Marquardt
VDI-Fachbereich Produktionstechnik und Fertigungsverfahren
Telefon: +49 211 6214-373
Telefax: +49 211 6214-97 373
E-Mail: marquardt@vdi.de

26 Sep 2017

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