VDI Bezirksverein unterstützt den Start-Up-Wettbewerb des Green Factory Kolloquiums 2017 in Augsburg

Die Fachtagung fand zum vierten Mal statt. Bisher in Nürnberg. Dieses Jahr war Augsburg der Austragungsort. 

Im Mittelpunkt der zweitägigen Tagung stand die ressourceneffiziente Produktion von morgen. Rund 130 Teilnehmer kamen am 20. September in das Veranstaltungszentrum der Industrie- und Handelskammer Schwaben. Dr. Hartmut Wurster, stellvertretender Präsident der IHK Schwaben, hob in seinem Grußwort die Bedeutung der für den Produktionsstandort Schwaben hervor. „Ressourceneffizienz ist ein Megathema unserer Zeit“, betonte er.

Prof. Dr. Gunther Reinhart, Leiter des Augsburger Fraunhofer IGCV, stellte das Projekt Green Factory Bavaria vor. Die Forschungsthemen in Augsburg sind die Energieflexibilität, der Leichtbau durch Faserverbundtechnologie und der Effizienzsteigerung durch Digitalisierung, Vernetzung und additive Fertigung.

Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer sagte: „Die große Stärke ist der Mittelstand.“ Daher sei es wichtig, Forschung praxisnah zu betreiben. Fraunhofer sei in diesem Zusammenhang „ein Garant für reibungslosen Technologietransfer“.

Die Keynote sprach Dr. Tim Dreessen, Voith GmbH. Der Anlagenbauer aus Heidenheim setzt auf nachhaltige Produktion. Dreessen zeigte, welche Kenngrößen für Voith wichtig sind und wie die ambitionierten Ziele  über die Jahre stetig gesteigert worden sind. Dabei ging er auch darauf ein, wie ungleich schwerer Materialeffizienz im Vergleich zu Energieeffizienz zu steigern sei. Energie kann immer auf Kilowattstunden abstrahiert und gegebenenfalls substituiert werden. Bei Material ist das ungleich komplexer, weil vielfältiger.

VDI unterstützt Abendveranstaltung mit Start-Up-Wettbewerb „Ressourceneffizienz“

Die Abendveranstaltung diente vorrangig dem Netzwerken, der aus ganz Bayern angereisten Teilnehmer. Aber auch hier ging es um neue ressourceneffiziente Verfahren. In einen Wettbewerb stellten sich den Teilnehmern junge Unternehmen, wie zum Beispiel das Start-Up Mcubus, aus München, das ein Verfahren entwickelt hat, mit dem sich aus Recyclingmaterial Filamente für 3-D-Drucker herstellen lassen. "Der VDI fördert die technischen Forschung und Entwicklung und den technischen Fortschritt, der dem Gemeinwohl dient. Dazu zählt zweifellos die Entwicklung ressourcenschonender Produktionsprozesse. Deswegen freut es uns, hier dabei sein und den Sieger auszeichnen und unterstützen zu dürfen,“ so Prof. Ulrich Thalhofer, stellvertretender Vorsitzender des VDI Bezirksvereins Augsburg. Er zeichnete, den durch Publikumsvotum ermittelten Sieger, die VoltStorage GmbH, München aus. Jakob Bitner nahm den Preis für das Unternehmen entgegen.

Die VDI Richtlinie 4800

Den zweiten Tag des Kolloquiums eröffnete Dr. Christof Oberender, VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE), mit der Frage: „Was ist notwendig, um Ressourceneffizienz bewerten zu können?“ Darauf liefert die VDI-Richtlinie, zu deren Autoren Oberender gehört, Antworten. Dabei geht es zunächst darum, den Lösungsraum durch Abstraktion zu erweitern. Dabei muss nicht zwingend immer das große Rad der Lebensweg-Betrachtung eines Produktes gedreht werden. Oft führt auch die Analyse des Weges eines Produktes durch den eigenen Betrieb, was passiert zwischen dem Warenein- und ausgang, zu guten Ergebnissen. Oberender verwies auf die Richtlinie 4801, die anwendungsorientiert Ansätze für Ressourceneffizienz-Projekte liefert.

Erste Schritte zur Ressourceneffizienz

Das VDI ZRE bietet am 14. November 2017, in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Schwaben und dem Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern, ein Tages-Seminar „Erste Schritte zur Ressourceneffizienz“ in Augsburg an.

(Bericht: Dipl.-Ing. Georg Muschik)

Impressionen

26 Sep 2017

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VDI Bezirksverein unterstützt den Start-Up-Wettbewerb des Green Factory Kolloquiums 2017 in Augsburg

 

Die Fachtagung fand zum vierten Mal statt....